Kassensatzung
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Erzeugt am 2026-08-31 · Alle Vorlagen herunterladen
Geltungsbereich der Kasse
What is held in common — and where does the shared purse end and a personal one begin?
RCOS-Klauseln 5.3.1, 5.5.4
Warum eine klare Grenze um die Gemeinschaftskasse ziehen?
Ohne eine ausdrückliche Abgrenzung kann jedes Geld, das in der Nähe der Gemeinschaft fließt — die persönliche Karte einer Gründerin, ein Nebenkonto, ein informeller Erstattungspool — schleichend als Gemeinschaftsgeld behandelt werden, mit allen Pflichten, die das mit sich bringt. Genau festzulegen, welche Konten zur Kasse gehören und welche nicht, schützt sowohl die Gemeinschaft als auch die Einzelpersonen, die aus eigener Tasche zahlen.
Wie ihr das ausfüllt
Benennt jedes Konto, das zur Kasse gehört (Wallet, Bankkonto usw.), und stellt ausdrücklich fest, dass persönliche Mittel, die informell eingesetzt werden, nicht zur Kasse gehören und keine Verpflichtung der Gemeinschaft begründen.
<Legt fest, welche Konten die Gemeinschaftskasse bilden — explizite Wallet-Adressen, Bankkonten usw. Stellt fest, dass jedes neue Kassenkonto vor dem Eingang von Geldern durch eine Strategische Entscheidung deklariert und genehmigt werden muss. Stellt fest, dass persönliche Mittel, die Betriebskosten decken, nicht zur Kasse gehören und keinen Rückzahlungsanspruch gegenüber der Gemeinschaft begründen.>
Was hineingehört
- Which accounts, wallets or cash boxes are community money — named one by one?
- How is a new treasury account opened, and can money be paid into it before that is decided?
- When someone pays a community cost out of their own pocket, does that make it community money — and does the community then owe them?
- Where shared money and private resources meet — a member's land we use, or shared money spent near someone's home: which rule applies?
Beispiele
Our treasury is exactly two accounts: the co-op's current account and its savings account, both in the co-op's name. Any new treasury account must be approved by a Strategic decision of full members before money is paid into it. Money a member spends from their own pocket on shared costs is not treasury and creates no debt, unless the spend was approved in advance under our spending rules, in which case it is repaid from the current account. Treasury money is never spent on repairs inside private flats.
Beispiele, keine Empfehlungen. Eure Antworten werden eure eigenen sein.
Einnahmequellen
Where does our money come from, and what are we relying on?
RCOS-Klauseln 5.3.2
- 5.3.2 Einkommensquellen und alle externen Einkommensschnittstellen MÜSSEN explizit definiert sein.
Warum alle Einnahmen über eine einzige deklarierte Liste laufen lassen?
Jede Einnahmequelle bringt Bedingungen mit sich — Berichtspflichten, Erwartungen, Abhängigkeitsrisiken. Wenn Einnahmekanäle informell entstehen können, werden diese Bedingungen angehängt, bevor die Gemeinschaft Gelegenheit hatte, sie abzuwägen. Eine deklarierte Liste, die nur durch Strategische Entscheidungen geändert wird, hält die Verpflichtungen der Gemeinschaft unter ihrer eigenen Kontrolle.
Wie ihr das ausfüllt
Benennt jede Einnahmequelle, die die Gemeinschaft derzeit hat, und verweist auf das Binnenwirtschaftsprotokoll für die Regel, dass jeder neue Einnahmekanal eine Strategische Entscheidung erfordert.
<Listet die aktuellen Einnahmequellen auf oder stellt fest, dass es keine gibt. Verweist auf den Abschnitt „Externe Einnahmeschnittstellen" im Binnenwirtschaftsprotokoll.>
Was hineingehört
- What money comes in today — from whom, how often, and for what? If nothing yet, say so.
- What does each source expect from us in return, and when does it end?
- Which source would hurt most if it stopped?
- Who keeps this list up to date when a source ends or its terms change? (Opening a new source is its own question.)
Beispiele
Our income comes from three sources: monthly member contributions, fees from the two open courses we run each summer, and a three-year grant from a regional foundation that ends next spring and requires a yearly activity report. We have no loans, sponsors or investors. Losing the grant would hurt most, so we plan each year's budget without it. The finance steward updates this list whenever a source ends or its terms change.
Beispiele, keine Empfehlungen. Eure Antworten werden eure eigenen sein.
Transparenz und Berichtswesen
Who can see the accounts, how often, and what may be held back?
RCOS-Klauseln 5.3.4, 5.3.5, 5.6.1
- 5.3.4 Transparenz MUSS der Standard sein für Kassenstände, Einnahmen, Ausgaben, Verpflichtungen und Zusagen.
- 5.3.5 Alle Ausnahmen von der Transparenz MÜSSEN explizit definiert, begründet und zeitlich begrenzt sein und DÜRFEN Mitglieder NICHT daran hindern, die Einhaltung der Regeln zu prüfen.
- 5.6.1 Geteilte Ressourcen, Flüsse und Verpflichtungen MÜSSEN standardmäßig für die Gemeinschaft sichtbar sein, mit nur begrenzten und expliziten Ausnahmen.
Warum Transparenz zum Standard machen statt zum Feature?
Intransparenz in der Kasse potenziert sich: Eine fehlende Offenlegung lädt zur nächsten ein, und bald können die Mitglieder nicht mehr überprüfen, ob das Geld der Gemeinschaft so verwaltet wird, wie sie es vereinbart haben. Echtzeit-Sichtbarkeit als Ausgangslage zu setzen — und jede Ausnahme namentlich, begründet und zeitlich begrenzt zu verlangen — hält die Prüfbarkeit für jedes Mitglied erreichbar, nicht nur für Stewards.
Wie ihr das ausfüllt
Legt den Sichtbarkeitsstandard für jedes Kassenkonto fest. Wo direkte Einsicht nicht möglich ist (z. B. bei manchen Bankkonten), definiert einen periodischen Berichtszyklus mit einer namentlich benannten verantwortlichen Person.
- <Primäre Kasse (z. B. Safe Multi-Sig): Alle Vollmitglieder haben mindestens Lesezugriff; Echtzeit-Sichtbarkeit.>
- <Andere deklarierte Konten: direkter Mehrbenutzerzugriff zum Lesen, falls unterstützt; andernfalls periodische Saldo- und Transaktionsübersicht.>
- <Alle Ausgabenentscheidungen verweisen auf den verknüpften Governance-Eintrag (Abstimmungs-ID oder delegiertes Entscheidungsprotokoll).>
Was hineingehört
- For each treasury account: who can see the balance and every transaction, and is that live or reported later?
- Where an account cannot be shared directly, who reports on it, how often, and in what detail?
- How do members see what we owe and what we have promised, not only what we hold?
- What may be kept private — for example a payment to someone in hardship: who decides, for how long, and why?
- Even where something is kept private, how can members still check that the rules were followed?
Beispiele
All full members have read-only access to the community bank account and see every transaction as it happens. The treasurer posts a monthly summary of balances, money in and out, debts and signed commitments to the members' forum within ten days of the month's end. The one exception is support paid to a member in hardship: the name stays hidden for up to 12 months, but the amount, date and approving decision are always shown, and two members chosen by lot each year may check the full details.
Beispiele, keine Empfehlungen. Eure Antworten werden eure eigenen sein.
Rücklagen-, Risiko- und Schuldenbeschränkungen
How much may we owe, and how much do we keep aside for a bad year?
RCOS-Klauseln 5.3.6
- 5.3.6 Die Gemeinschaft MUSS Richtlinien für Rücklagen, Risiken und Haftung definieren, einschließlich:
Warum Schulden und langfristige Verpflichtungen standardmäßig sperren?
Schulden und wiederkehrende Verpflichtungen binden die Gemeinschaft über die aktuellen Mitglieder hinaus — zukünftige Mitglieder erben die Verpflichtungen. Sie nur zuzulassen, wenn eine Strategische Abstimmung sie ausdrücklich genehmigt, verhindert, dass langfristige Bindungen beiläufig eingegangen werden, und bewahrt die Möglichkeit, schlank zu bleiben.
Wie ihr das ausfüllt
Legt die Regeln zu Schulden, wiederkehrenden Verpflichtungen, Rücklagen und außerhalb der Kasse geführten Finanzinstrumenten fest. Standard ist „nicht erlaubt ohne Strategische Abstimmung" für alles, was die Zukunft bindet.
- Schulden: <nur per Strategischer Abstimmung zulässig.>
- Langfristige Verpflichtungen: <wiederkehrende Kosten / Verträge nur per Strategischer Abstimmung zulässig.>
- Rücklage: <Rücklagenziel, oder feststellen, dass noch keines definiert ist.>
- Außerhalb der Kasse geführte Instrumente: <Darlehen, Investitionen, Bürgschaften nur per Strategischer Abstimmung.>
Was hineingehört
- May we borrow money at all — and if so, how much, from whom, and only through which decision?
- Which recurring costs or long contracts (leases, subscriptions, paid staff) need a decision before anyone signs?
- Do we keep money aside for a bad year — how much, what may it be used for, and who may draw on it? If we have no target yet, say so.
- May anyone take out loans, give guarantees or make investments on our behalf outside the treasury accounts?
Beispiele
We do not borrow, give guarantees or make investments unless full members approve it by a Strategic vote, and total debt may never exceed six months of our usual income. Any contract or recurring cost lasting longer than a year also needs a Strategic vote. We aim to keep three months of running costs in a separate reserve account; it may only be used for emergency repairs or lost income, and every withdrawal is reported at the next members' meeting.
Beispiele, keine Empfehlungen. Eure Antworten werden eure eigenen sein.
Interessenkonfliktregeln
What does someone do when a decision about money would benefit them personally?
RCOS-Klauseln 5.4.3
- 5.4.3 Wirtschaftsmechanismen DÜRFEN es Mitgliedern NICHT ermöglichen, die in Schicht 2 definierten Governance-Befugnisgrenzen zu umgehen — auch nicht durch den Kauf von Einfluss, das Schaffen von Abhängigkeiten oder die Umwandlung von wirtschaftlicher Macht in informelle Entscheidungsbefugnis.
Warum Selbstgenehmigung komplett verbieten?
Selbst gut meinende Menschen neigen unbewusst dazu, Entscheidungen zu ihren eigenen Gunsten zu kippen; eine Regel, die Offenlegung und Enthaltung verlangt, beseitigt die subjektive Einschätzung und den sozialen Druck, jemandem „einfach zu vertrauen". Die Selbstgenehmigung von Ausgaben ist der häufigste Weg, auf dem kleine Governance-Systeme still ihre Integrität verlieren — daher wird die Regel unmissverständlich formuliert.
Wie ihr das ausfüllt
Formuliert die Regel gegen Selbstgenehmigung und die Regel zur Offenlegung und Enthaltung für jedes Mitglied mit einem direkten finanziellen Interesse an einer Ausgabenentscheidung.
- <Antragstellende dürfen ihre eigenen Ausgabenanträge nicht genehmigen.>
- <Mitglieder mit einem direkten finanziellen Interesse an einer Ausgabenentscheidung müssen dieses offenlegen und sich enthalten.>
- <Kassenverantwortliche dürfen keine einseitigen Ausgaben über die delegierte Grenze hinaus autorisieren.>
Was hineingehört
- Can anyone approve a spend they asked for themselves — and if not, who approves it instead?
- What counts as a personal interest — a relative's business, a friend who supplies us, a paid role?
- When someone would gain from a payment or purchase, when do they say so, and do they step out of the discussion and the decision?
- Where are declarations recorded, and what happens to a decision if an interest was not declared?
Beispiele
No one may approve a spending request they made themselves; it goes to another steward instead. Any member who, or whose partner, family or business, would gain from a spending or purchasing decision must say so before discussion starts, then leaves the discussion and does not vote. Declarations are noted in the minutes. If an undeclared interest comes to light later, the decision is reviewed at the next members' meeting.
Beispiele, keine Empfehlungen. Eure Antworten werden eure eigenen sein.
Ratifizierungsnachweis
- Angenommen am: <JJJJ-MM-TT>
- Entscheidungstyp: Strategisch
- Version: <Version>
- Entscheidungsnachweis: <Link zum Entscheidungsnachweis>